Wir lassen die Puppen tanzen

  oder besser, wir lassen sie für uns posieren. Mit einem Shooting der Kuscheltiere eröffnen unsere Clubs das neue Fotojahr. Ein Gedanke, der vor langer Zeit aufkam, wurde und wird jetzt umgesetzt. Da ist ganz viel Gestaltung im Spiel und damit die Technik nicht zu kurz kommt, liegt einer der Schwerpunkte auf der Belichtungsmessung.

Es waren neben den niedlichen Kuscheltieren ganz viele ebensolche Requisiten auf dem Tisch. Kleine Uhren, Brillen, Kullern, Hüte, ein Abakus und, und, und. Den Kreativen waren in ihrem Drang also keine Grenzen gesetzt. Für die Techniker stand unser gemeinsames Problem auf der Tagesordnung, nämlich große Helligkeitsunterschiede. Ein weißer Teddy und ein schwarzer Hund waren die Hauptdarsteller in diesem Spiel. Wir haben, nach der Überlegung, dass die Mehrfeldmessung (Matrix) bedingt durch den Hintergrund kein brauchbares Ergebnis liefert, auf Spotmessung umgestellt. Einmal wurde im TV bzw. S-Modus der weiße Teddy angemessen. Das ergab Blende 22. Dann wurde der schwarze Hund angemessen. Das ergab Blende 5,6. Der Durchschnitt beider Messungen liegt bei f11. Damit wurde aufgenommen. Das ergab ein Bild, dass jetzt nicht die Granate war aber Höhen und Tiefen waren weitestgehend erhalten. Ein Klick im RAW-Konverter auf die Automatische Belichtungskorrektur ergab ein brauchbares Ergebnis. Der sehr hohe ISO-Wert brachte natürlich ein Rauschen mit sich, das aber ebenfalls im RAW-Konverter beseitigt wurde. Ein Hinweis an alle, die eine neuere Kamera haben. Die Erfindung der Automatischen Belichtungskorrektur ist nicht der letzte Schrei. Man kann diesem Unsinn nur im M-Modus entgehen.